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Fakten zu Brustimplantaten

Implantatform:runde Implantate, anatomische Implantate
Implantatgrösse:abhängig von individuellen Voraussetzungen
Implantathülle:glatte oder angeraute Oberflächenstruktur
Implantatfüllung:Silikon oder Kochsalz

Brustimplantate


Da jede Frau einzigartig ist und unterschiedliche Wünsche hat, steht eine grosse Auswahl an Brustimplantaten zur Verfügung. Ein Brustimplantat besteht aus einer Silikonhülle, die entweder mit Silikongel oder Kochsalzlösung gefüllt wird. Brustimplantate haben entweder eine runde oder eine anatomische Form, die Oberfläche ist glatt oder texturiert (angeraut), und die Brustimplantate sind in vielen Formen und Grössen erhältlich. Die verschiedenen Optionen ermöglichen es, bei Ihnen das gewünschte Resultat zu erzielen. Im Beratungsgespräch bei uns in Bern werden wir Ihnen weitere Einzelheiten zu den Brustimplantaten erklären und Sie bei der Wahl des richtigen Implantats unterstützen.

Bei der Auswahl des geeigneten Implantats spielen unter anderem folgende Faktoren eine Rolle:

Implantatform

Ihre gewünschte Brustform zu erreichen ist sehr wichtig. Diese lässt sich durch die Wahl des Implantats beeinflussen. Neben runden Implantaten, gibt es anatomische oder tropfenförmige Implantate, die sich der natürlichen Form einer Brust stark annähern.

Runde Implantate

Im Allgemeinen lassen runde Implantate die Brust sowohl oben wie auch unten und seitlich voller erscheinen. Die Brust wirkt runder, das Dekolleté wirkt praller. Rund Brustimplantate sind die am häufigsten verwendeten Brustimplantate, da sie kostengünstiger sind und als weniger komplikationsanfällig gelten. Runde Implantate haben jedoch den Nachteil, etwas unnatürlicher zu wirken, da die Brust ein gleichmässig grosses Volumen bekommt. Dies kann allerdings durchaus auch ein gewünschter Effekt sein und "präsentabel" wirken.

Einige Chirurgen meinen, dass es keine Rolle spielt, ob man runde oder tropfenförmige Implantate verwendet, da alle Brustimplantate – unabhängig von ihrer ursprünglichen Form – ohnehin noch nachrunden. Ausserdem nehmen runde Implantate im Stehen von selbst eine anatomische Form an, da der Inhalt (oder vielmehr: der Schwerpunkt des Inhalts) nach unten absinkt. Dadurch wird ein natürlicherer Eindruck vermittelt, vor allem in der Rückenlage.

Das Implantat ist auch dann weniger formbestimmend, wenn die vorhandene Brust mindestens so gross ist, wie das einzusetzende Implantat. Dann beeinflusst dessen Form die Form der Brust kaum oder gar nicht. Also gerade bei gutem vorhandenen Brustgewebe bzw. Brustvolumen spielt die Form des Implantats eine untergeordnete Rolle und auch runde Implantate können ohne das Risiko, eine dominierende Form einzunehmen, eingesetzt werden.

Anatomische Implantate

Diese Implantate haben die Form eines Tropfens und wurden entwickelt, um das Profil einer natürlichen Brust mit grösserer Fülle im unteren Brustbereich widerzuspiegeln.

Anatomische Implantate sind im oberen Bereich sehr schmal und verbreitern sich nach unten hin. Durch diese Formgebung kann ein äusserst natürliches Ergebnis erzielt werden, da das Implantat die natürlichen Form der Brust nachempfindet und sich dadurch hervorragend der typischen Frauensilhouette anpasst.

Anatomische Implantate können in drei Dimensionen variiert werden: Breite, Höhe und Projektionsdicke. So lassen sich bei einer Brustvergrösserung Grösse und Formunterschiede der Brüste gut ausbalancieren.

Wenn zum Beispiel die vorhanden Brust im Verhältnis eher breit als hoch ist, sollte auch die Form des Implantates diese Eigenschaften aufweisen. Ansonsten würde der obere Rand des Implantats sichtbar sein.

Umgekehrt sollte bei einer schmalen Brust die Implantatform ebenfalls schmal sein, da man sonst die seitlichen Konturen sehen würde. Dadurch entsteht auch die Möglichkeit, unterschiedlich grosse Brüste mit Implantaten unterschiedlicher Höhe auszugleichen. Da sich die beiden Implantate dann nur in ihrer Höhe (Projektion) unterscheiden und der Längs- und Querdurchmesser identisch sind, fällt diese Korrektur nicht auf.

Diese Flexiblität beim Ausgleich von Formen und Asymmetrien ist einer der wichtigsten Vorteile von anatomischen Implantatformen.

Anatomische Implantate haben aber auch gewisse Nachteile. Zum einen neigen sie aufgrund ihrer Form dazu, sich zu verdrehen was zu einem unnatürlichen Aussehen führt. Dies muss durch einen weiteren chirurgischen Eingriff korrigiert werden. Das Risiko einer Verdrehung hängt oft mit der Art zusammen, wie die Gewebetasche bei der Operation geformt wurde. Dem kann man unter anderem entgegenwirken, in dem man Brustimplantate mit rauer Hülle verwendet, die weniger leicht verrutschen. Zum anderen sind anatomische Implantate wesentlich teurer als runde Implantate und es ist nicht eindeutig geklärt, ob sie wirklich ein besseres Ergebnis erbringen.

Fazit: Obwohl die Idee der anatomischen Implantate einige Vorteile verspricht, werden Sie nicht so häufig eingesetzt. Dies mag nicht nur daran liegen, dass sie teurer sind, sondern dass oftmals eine rundliche Brustform eher dem gewünschten Ergebnis entspricht, als eine absolut natürliche Brustform.

Grösse und Volumen

Neben der Implantatform ist auch dessen Grösse und Volumen wichtig, um das gewünschte Aussehen zu erreichen. Ein wichtiger Faktor beim Vergleich verschiedener Implantathersteller ist die Grösse der angebotenen Produktpalette. In Zusammenarbeit mit einem der weltweit führenden Implantathersteller, Allergan, können wir Ihnen ein umfassendes Spektrum an Implantaten in vielen verschiedenen Grössen und Gewichten anbieten, so dass sie mit Blick auf Ihre spezifischen Bedürfnisse ausgewählt werden können.
Es ist wichtig, dass Sie Ihre Vorstellungen mit uns besprechen, damit Ihre Erwartungen bei der Auswahl der Grösse und der Form berücksichtigt werden können.

Die gewünschte Grösse des Implantats ist gegebenenfalls durch die Eigenschaften des vorhandenen Brustgewebes begrenzt, beispielsweise durch die Elastizität der Haut oder die Menge an vorhandenem Brustgewebe. Implantate, die zu gross für die verfügbare Menge an Haut und Brustgewebe sind, lassen sich möglicherweise unter der Haut erkennen und beeinträchtigen unter Umständen die gewünschte Wirkung. Ferner könnte sich dadurch das Risiko von Komplikationen beim chirurgischen Eingriff vergrössern. Während des Aufklärungsgesprächs in Bern werden wir Ihnen mögliche Einschränkungen erläutern.

Implantathülle

Brustimplantate können entweder eine glatte oder eine angeraute Oberflächenstruktur haben. Bei Implantaten der neuesten Generation setzen die Hersteller mittlerweile fast ausschließlich texturierte Oberflächen ein, da die leicht angeraute Struktur hinsichtlich der Sicherheit gleich zwei entscheidende Vorteile bietet. Bei einer angerauten Oberfläche ist zum einen die Gefahr geringer, dass das Implantat verrutscht oder sich unter der Haut dreht. Zum anderen sinkt aber auch das Risiko einer Kapselfibrose.
Diese Gewebeverhärtung ist die häufigste Komplikation nach einer Brustvergrösserung mit Implantaten. Dabei bildet der Körper infolge einer Immunreaktion eine verhärtete Gewebekapsel rund um das Implantat. Das Implantat wird zusammengedrückt, es kommt zu Spannungszuständen, Verformungen der Brust und zum Teil auch zu erheblichen Schmerzen.
Durch die Verwendung von texturierten Brustimplantaten konnte das Risiko einer Kapselfibrose im Vergleich zu Implantaten älterer Generation deutlich gesenkt werden.

Implantatfüllung

Es gibt zwei Arten von Füllstoffen für Implantate: Silikonimplantate und Kochsalzimplantate. Beide Lösungen haben Vor- und Nachteile.

Silikonimplantate

Moderne Implantate sind bereits mit einem Silikongel befüllt, das eine die Form bewahrende Struktur (auch “formstabile Implantate” genannt) aufweist und in unterschiedlichen Kohäsivitätsstufen erhältlich ist (sogenanntes Kohäsivgel). So verleihen einige Silikongele der Brust eine festere Beschaffenheit nach der Operation, während die Brust sich bei anderen Gelen weicher anfühlt. Wir werden diesen Aspekt mit Ihnen besprechen, um die für Sie beste Lösung zu ermitteln.

Silikon wird sowohl in der pharmazeutischen und der Nahrungsmittelindustrie als auch in zahlreichen medizinischen Geräten wie Herzklappen sowie Materialien für das Vernähen von Wunden eingesetzt. Ferner wird Silikon in Lippenstiften, Sonnenschutzcremes, Deostiften und Produkten für die Babypflege verwendet.

Das für Brustimplantate verwendete Silikon hat eine hohe Bindekraft, wodurch sich die Brüste sehr natürlich anfühlen. Die Implantatstruktur und die geleeartige Konsistenz des Silikons wurden entwickelt, um die Gefahr des Auslaufens im Vergleich zu anderen Implantaten zu minimieren.

Silikonimplantate ermöglichen eine natürlichere Form als andere Implantate. Sie sind heutzutage Standard in der Brustvergrösserung.

Kochsalzimplantate 

Als Alternative zur Silikonfüllung werden ebenfalls sterile Kochsalzlösungen verwendet. Bei diesen sogenannten Salinen handelt es sich um gesundheitlich unbedenkliche Substanzen, die erst während der Operation in das Implantat gefüllt werden. Dadurch ist ein kleinerer Schnitt erforderlich, und auch das Brustvolumen kann durch den Operateur gegebenenfalls nach optischem Ermessen angepasst werden. Falls es zu einem Implantatriss kommt, nimmt der Körper die Kochsalzlösung problemlos auf und scheidet sie aus. Ein Nachteil dieser Implantate ist es, dass sie im Laufe der Zeit häufig an Volumen verlieren. Außerdem wirken Kochsalzimplantate aufgrund der flüssigen Konsistenz nie so natürlich wie Silikonimplantate, sondern verhalten sich unter der Haut ähnlich wie wassergefüllte Ballons. Kochsalzimplantate wurden ursprünglich in den 90er Jahren als "sichere" Alternative zum Silikonimplantat entwickelt. Zur damaligen Zeit standen Silikonimplantate im Verdacht, Krebs und andere Erkrankungen auszulösen. Nach aufwendigen Studien wurde Silikon jedoch als Füllmaterial rehabilitiert und ist mittlerweile sowohl in Europa als auch in den USA wieder zugelassen. Heute gelten Kohäsivgel-Implantate der neuesten Generation als erstes Mittel der Wahl für ein natürliches, langanhaltendes und sicheres Endergebnis.

Häufige Fragen zu Brustimplantaten

Um Silikongel-Brustimplantate hat es in den letzten Jahren immer wieder Diskussionen gegeben, daher hier einige aufklärende Informationen: Nach heftiger öffentlicher Diskussion wurden in den USA 1992 Silikongel-Brustimplantate vorübergehend vom Markt genommen. Es war zu Klagen gekommen, da man versucht hatte, Silikonimplantate mit verschiedensten Krankheitssymptomen und Erkrankungen in Verbindung zu bringen. Daraufhin wurden mehrere große Studien gestartet, an denen insgesamt über 70.000 Patientinnen teilnahmen, um die Sicherheit dieser Brustimplantate zu untersuchen.

Die Entwicklung von Brustimplantaten hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Sie sind in Qualität, Haltbarkeit, Sicherheit, Form und Auswahl nicht mehr mit den Brustimplantaten früherer Generationen vergleichbar. Ein wesentlicher Fortschritt ist die Verwendung so genannter Kohäsivgele. Diese Gele sind so vernetzt, dass das Gel nicht mehr zerlaufen kann, die Form besser hält und sich dennoch natürlich anfühlt.
Würde man zum Beispiel ein solches Implantat in der Mitte durchschneiden, zerfliessen die Gelkomponenten in den einzelnen Hälften nicht mehr, sondern verbleiben in der jeweiligen Hälfte und behalten ihre Form. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer Verletzung des Implantates Silikongel in das Gewebe ausläuft ist dadurch deutlich verringert worden.

Video zu Brustimplantaten

Thumbnail info medizin Video Brustvergrösserung - Facharzt Dr. Kiermeir

Dr. Kiermeir beantwortet noch weitere Fragen zum Thema Brustimplantate:

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