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Fakten zum starken Schwitzen (Hyperhidrose)

OP-Dauer:ca. 1 Stunde
Narkose:lokale Betäubung, Vollnarkose
Klinikaufenthalt:ambulant
Fadenzug:nicht notwendig
Sport:nach wenigen Wochen
Kosten:CHF 1.200

Hyperhidrose


Als Hyperhidrose bezeichnet man ein übermässiges, unkontrolliertes Schwitzen. Betroffene leiden unter ständigen Schweissausbrüchen, die auch ohne konkreten Anlass auftreten und sich mit herkömmlichen Deodorants kaum kontrollieren lassen. Der Leidensdruck ist oftmals gross, denn von den Mitmenschen wird das starke Schwitzen nicht selten als Zeichen mangelnder Hygiene wahrgenommen.

Die Ursachen für Hyperhidrose sind bislang nicht vollständig geklärt. Bei der häufigen primären Hyperhidrose vermutet man die Ursachen im vegetativen Nervensystem. Als sekundäre Hyperhidrose bezeichnet man hingegen eine krankheitsbedingt gesteigerte Schweissproduktion. Die möglichen Auslöser sind vielfältig und reichen von Hormonstörungen bis hin zu Autoimmunerkrankungen und Bluthochdruck.

Behandlungsmöglichkeiten bei Hyperhidrose

Zur Behandlung von Hyperhidrose kommen vielfältige Methoden zum Einsatz, darunter sowohl konservative als auch chirurgische Therapieformen. Welche Hyperhidrose-Therapie im individuellen Fall infrage kommt, richtet sich nach Ursache und Ausmass der Beschwerden. Bei einer krankheitsbedingten Hyperhidrose steht die Behandlung der auslösenden Krankheit im Vordergrund.

Häufig lässt sich eine Hyperhidrose lokal behandeln, etwa mit Aluminiumchlorid, gerbsäurehaltigen Mitteln, Botox oder einer Gleichstromtherapie. Ziel ist es, die Schweissdrüsen zu blockieren, ihre Funktion zu normalisieren oder die Nerven in den betroffenen Bereichen zu lähmen. Ist die Hyperhidrose nicht örtlich begrenzt, lässt sie sich mithilfe von Antihidrotika oder Salbeiextrakten behandeln. Im äussersten Fall kommt auch eine chirurgische Entfernung der Schweissdrüsen in den Achselhöhlen infrage.

Vor der Hyperhidrose-Behandlung

Vor der Hyperhidrose-Behandlung führt Dr. Kiermeir ein persönliches Beratungsgespräch in Bern, um das Ausmass der Beschwerden festzustellen und mögliche Behandlungswege zu besprechen. Ausserdem lokalisiert er die betroffenen Areale. Dies ist wichtig, um die betroffenen Stellen genau einzugrenzen und eine geeignete Therapieform zu wählen.

Die meisten Behandlungsformen werden ambulant durchgeführt und erfordern keine spezielle Vorbereitung. Falls für Ihre Behandlung vorbereitende Schritte notwendig sind, etwa bei einer Schweissdrüsenabsaugung, informiert Sie Dr. Kiermeir hierzu im persönlichen Gespräch.

Ablauf der Hyperhidrose-Behandlung

Die Hyperhidrose-Behandlung wird normalerweise ambulant unter örtlicher Betäubung bei uns in Bern durchgeführt. Bei einer chirurgischen Entfernung der Schweissdrüsen kann in Einzelfällen auch eine Vollnarkose nötig sein. Die Behandlungsdauer variiert je nach Therapiemethode.

Bei der Hyperhidrose-Behandlung mit Botox injiziert Dr. Kiermeir das Botulinumtoxin direkt in die betroffenen Hautareale. Die Wirkung hält etwa ein halbes Jahr an und kann anschliessend aufgefrischt werden. Die Iontophorese hingegen ist eine Gleichstromtherapie ohne zusätzliche Wirkstoffe und Medikamente. Über Schwämme oder Bäder werden Gleichströme durch die betroffenen Areale geleitet, um die Schweissdrüsenaktivität zu beeinflussen. Die Behandlung ist schmerzfrei und wird mehrmals pro Woche wiederholt.

Die Schweissdrüsenentfernung verläuft ähnlich wie eine Fettabsaugung. Über feine Kanülen saugt Dr. Kiermeir das Unterhautfettgewebe ab und durchtrennt zugleich die Nervenversorgung der Schweissdrüsen. Der Eingriff dauert etwa eine Stunde und reduziert die Schweissproduktion dauerhaft.

Nach der Hyperhidrose-Behandlung

Nach der Hyperhidrose-Behandlung kann der Patient die Klinik in Bern normalerweise direkt verlassen. Auch bei einer chirurgischen Entfernung der Schweissdrüsen ist ein stationärer Aufenthalt nur in Ausnahmefällen erforderlich.

Nach einer Schweissdrüsenabsaugung wird ein Verband angelegt, der mehrere Tage lang getragen werden muss. Auf Sport, Sauna und Solariumgänge sollten Sie während der ersten Wochen verzichten. Nach etwa einer Woche sind Sie wieder gesellschaftsfähig. Bei einer Botoxbehandlung entstehen keine Ausfallzeiten.

Häufige Fragen zur Hyperhidrose

Die chirurgische Entfernung der Schweissdrüsen geht wie jeder operative Eingriff mit gewissen Risiken einher. So kann es beispielsweise in Einzelfällen zu Infektionen, Nachblutungen, Narbenbildung oder Wundheilungsstörungen kommen. Ausserdem können in den behandelten Hautarealen vorübergehend Gefühlsstörungen auftreten.

Alle übrigen Therapieformen sind in der Regel sehr risikoarm. Bei einer Behandlung mit Botox kann es vorübergehend zu leichten Schwellungen oder Rötungen kommen. Die Leitungswasser-Iontophorese ist grundsätzlich unbedenklich, darf jedoch bei bestimmten Personengruppen nicht durchgeführt werden. Dazu zählen beispielsweise Patienten mit Herzschrittmacher und schwangere Frauen.

Mit einer Schweissdrüsenabsaugung lässt sich ein dauerhaftes Ergebnis erzielen. Allerdings wird bei dieser Methode die Schweissbildung nicht vollständig unterbunden, sondern nur reduziert. Bei einer Botoxbehandlung beträgt die Wirkungsdauer etwa ein halbes Jahr. Die Leitungswasser-Iontophorese wird über einen Zeitraum von mehreren Wochen durchgeführt und muss anschliessend als Dauertherapie regelmässig aufgefrischt werden.

Äusserliche Mittel wie Aluminiumchlorid oder Gerbsäurepräparate werden in der Regel ebenfalls dauerhaft angewandt, gegebenenfalls mit anwendungsfreien Intervallen.

 

Bei weiteren Fragen zum Thema Hyperhidrose und individuellen Behandlungsmöglichkeiten beraten wir Sie gerne persönlich in Bern. Kontaktieren Sie uns über unser Kontaktformular oder telefonisch unter 031 511 43 88.

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